Gerüchte und Wahrheiten zum Steuersystem

Österreich ist ein Hochsteuerland. Gefährden neue Steuern die Wirtschaft?
Wir sind tatsächlich ein Hochsteuerland – was die Arbeitseinkommen betrifft, die den größten Teil der Steuerlast tragen. Für Vermögende ist Österreich aber ein Steuerparadies. Aus Vermögenssteuern holt sich der Staat gerade einmal 1,4 Prozent seiner Steuereinnahmen, aber von den ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen gut zwei Drittel, das ist eine extreme Schieflage. Auch die OECD sagte kürzlich bei ihrem Länderbericht über Österreich, die Steuern auf Arbeit sind hierzulande sehr hoch, während die Steuern auf Vermögen deutlich unter dem Durchschnitt der OECD-Länder liegen.Würde man in Österreich die Einnahmen aus Vermögenssteuern auf die Höhe des EU-Durchschnitts von 5,4 Prozent anheben, kämen vier Milliarden Euro ins Budget. Der ÖGB will daher eine Umschichtung im Steuersystem – und nicht, wie behauptet wird, eine weitere Anhebung der Steuerquote insgesamt. Jene, die gegen einen Systemwechsel im Steuersystem sind – weniger Belastungen auf Arbeit, mehr Beiträge von großen Vermögen – tragen selbst am wenigsten zum Steueraufkommen bei.

Österreich ist ein Steuerparadies für Reiche. Eine Umschichtung im Steuersystem muss her!
Sind die Lohn- und Gehaltserhöhungen viel zu niedrig?
Für die Entwicklung der Bruttoeinkommen ist die Lohnpolitik der Gewerkschaften verantwortlich, sie hat selbst im härtesten Krisenjahr in allen Branchen Zuwächse gebracht. Wie viel dann netto übrig bleibt, hängt vom Steuersystem ab. Von den Lohnverhandlungen bleibt viel zu wenig übrig, das ist ungerecht.
Den ArbeitnehmerInnen muss endlich mehr Netto vom Brutto im Börsel bleiben. Ein weiterer Grund für einen Systemwechsel im Steuersystem.

Tragen die Besserverdienenden fast die ganze Steuerlast?
Von den Menschen mit den niedrigsten Einkommen wird tatsächlich keine Lohnsteuer verlangt. Aber ihnen bleibt auch nichts zum Sparen, sie müssen ihr gesamtes Einkommen gleich wieder ausgeben, zum Beispiel für Lebensmittel, und zahlen somit sehr viel Mehrwertsteuer. Außerdem zahlen sie für ihr gesamtes Einkommen Monat für Monat Sozialversicherungsbeiträge. Einkommensteile, die über der Grenze von 4.200 Euro im Monat liegen, sind hingegen komplett von der Sozialversicherung befreit. Jene zehn Prozent mit den geringsten Einkommen leisten rund 37 Prozent ihres Gesamteinkommens an Steuern und Abgaben, und die Belastung der reichsten zehn Prozent liegt mit rund 40 Prozent nur geringfügig darüber. SuperverdienerInnen zahlen nicht viel mehr Steuern und Abgaben als NiedrigverdienerInnen.

Belasten Vermögenssteuern den Mittelstand?
Das kommt drauf an, wie sie gestaltet werden. Der ÖGB hat ein Modell erarbeitet, das Besteuerung für große Vermögen über 700.000 Euro vorsieht. Das typische Einfamilienhaus wird also ebenso wenig wegversteuert wie das bisschen Geld am Sparbuch, das sich durchschnittliche ArbeitnehmerInnen auf die Seite legen können. Die Vermögen unter 700.000 Euro muss man auch nicht besteuern, um genug Einnahmen damit zu erzielen, denn es gibt zwar vergleichsweise wenig Reiche – die aber besitzen fast das ganze private Vermögen.

Ist Erbschaftsbesteuerung leistungsfeindlich?
Wer erbt, leistet nichts. Er/ sie braucht für dieses Zusatzeinkommen, und nichts anderes ist eine Erbschaft, keinen Finger zu rühren. Auch wer etwas geschenkt bekommt, überarbeitet sich eher nicht dabei. Und doch: er muss keinen Cent Steuern zu bezahlen. Wer aber für das gleiche Einkommen hart arbeiten muss, liefert hingegen ca. 40 Prozent davon an Staat und Sozialversicherung ab.
Der ÖGB fordert eine Erbschafts- und Schenkungssteuer für große Vermögen.

DISKUSSIONSVERANSTALTUNG: Neonazis in Deutschland

 DISKUSSIONSVERANSTALTUNG
Neonazis in Deutschland

TERMIN

25. Jänner 2012 um 18:30 Uhr

ORT
ÖGB
Johann-Böhm-Platz 1
1020 Wien (U2 Donaumarina)

Mit dem renommierten deutschen Rechtsextremismus-Experten Markus Priesterath vom deutschen „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt“.

Warum konnten einige RechtsextremistInnen jahrelang unbehelligt und unter den Augen des Verfassungsschutzes agieren?

Wer sind die RechtsextremistInnen/Neonazis in Deutschland?

Wie sind die Neonazis in Deutschland organisiert? Wie rekrutieren sie ihren Nachwuchs?

Wie werden sie von der Bevölkerung wahrgenommen?

Wie kann man sinnvoll gegen die Rechstextremen und Neonazis aktiv werden?

ANMELDUNG UNTER KAMPAGNEN@OEGB.AT 
 

Spezielle Weihnachtsgrüsse aus der WGS

Das heurige Blogjahr möchte ich mit einem leider wieder aktuellen Gedicht von Erich Kästner aus dem Jahr 1930 beschliessen –

die Wiener Gewerkschaftsschule wünscht damit allen (ehemaligen und jetzigen) TeilnehmerInnen und den Freunden der WGS
schöne erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr !

Lieber, guter Weihnachtsmann,
weißt du nicht, wie’s um uns steht?
Schau dir mal den Globus an.
Da hat einer dran gedreht.
Alle stehn herum und klagen.
… Alle blicken traurig drein.
Wer es war, ist schwer zu sagen.
keiner will’s gewesen sein.
Uns ist gar nicht wohl zumute.
Kommen sollst du, aber bloß
mit dem Stock und mit der Rute.
(Und nimm beide ziemlich groß.)
Breite deine goldenen Flügel
aus, und komm zu uns herab.
Dann verteile deine Prügel.
Aber bitte nicht zu knapp.
Lege die Industriellen
kurz entschlossen übers Knie.
Und wenn sie sich harmlos stellen,
glaube mir, so lügen sie.
Ziehe denen, die regieren,
bitteschön, die Hosen stramm.
Wenn sie heulen und sich zieren,
zeige ihnen ihr Programm.
Komm, und zeige dich erbötig,
und verhau sie, dass es raucht!
Denn sie haben’s bitter nötig.
Und sie hätten’s längst gebraucht.
Komm, erlös uns von der Plage,
weil ein Mensch das gar nicht kann.
Ach, das wären Feiertage,
lieber, guter Weihnachtsmann!
(Erich Kästner, Die Weltbühne, 1930)

(geteilt/geklaut von Gottfried Wolfgang Sommer´s Facebookseite)

Online-Petition der PRO-GE-Frauen gegen die Anhebung des Frauenpensionsalters

Bitte unterstützen und weitergeben
Liebe Kollegin! Lieber Kollege!
Die PRO-GE-Bundesfrauenabteilung hat heute eine Online-Aktion gegen die vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters gestartet. Diese breit angelegte, öffentliche Kampagne richtet sich gegen die „Kürzungspläne“ der Regierung in dieser Frage. Wir sind der Meinung, dass eine solche Maßnahme nicht der richtige Weg zur Gleichstellung ist!
Auch der PRO-GE-Bundesvorstand hat bereits im November 2011 einstimmig beschlossen, dass es keine Veranlassung für eine vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters gibt!
EmpfängerInnen unserer Petition sind BK Faymann, Vizekanzler Spindlegger, Sozialminister Hundstorfer, Wirtschaftsminister Mitterlehner und Finanzministerin Fekter.
Wir laden dich sehr herzlich ein, diese Aktion zu unterstützen und würden uns natürlich freuen, wenn die Petition sehr zahlreich an die Bundesregierung versandt wird. Selbstverständlich kannst du den nachstehenden Link zur Petition an alle Kolleginnen und Kollegen, FreundInnen, Verwandte, Bekannte, usw. weiterleiten. Der entsprechende Artikel mit der Petition ist auch auf www.proge.at veröffentlicht.
So funktionierts!
Bitte folge dem nachstehenden Link und gib dort deine Daten ein! Danach erhältst du von „frauen“ einen Bestätigungslink; wenn du diesen aktivierst, ist deine Unterstützung sichtbar und die Petition wird in deinem Namen an die Bundesregierung versandt.
http://www.proge.at/servlet/ContentServer?pagename=P01/Page/Index&n=P01_20.a&cid=1324476441324
Wir möchten uns auf diesem Wege recht herzlich für deine Unterstützung bedanken und wünschen dir alles Gute für die kommenden Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel!
Frauensolidarisches Glück auf,
Renate Anderl                                Klaudia Frieben
Bundesfrauensekretärin                        Bundesfrauensekretärin
—————————————————————————–
Gewerkschaft PRO-GE
Bundesfrauenabteilung
1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1
T: +43 1 53444 69-041
F: +43 1 53444-103288
M: +43 664 6145800
E: klaudia.frieben@proge.at
H:
http://www.proge-frauen.at
ÖGB, ZVR-Nr.:576439352
—————————————————————————–
P.S.: Alle Infos zur Leiharbeit für BetriebsrätInnen und Beschäftigte: http://
www.leiharbeiter.at

Infoabende im Servicenter 1. Halbjahr 2012

Vorschau auf die Infoabende des 1.Halbjahres aus dem ÖGB-Servicecenter:

 „Fremdenrecht!“
Dieser Informationsabend widmet sich dem Thema Fremdenrecht.
Dabei handelt es sich um das neue Fremdenrecht und was Sie unbedingt
darüber wissen sollten. Die Veranstaltung wird auf Türkisch sowie auf
Bosnisch/Kroatisch/Serbisch übersetzt.
Dienstag: 31. Jänner 2012, 18.00 Uhr (mit Übersetzung)

„Arbeitsrecht –
Was Sie unbedingt wissen sollten!“
Pro Jahr werden viele Dienstverhältnisse neu begründet. Welche Rechte
und Pflichten müssen beachtet werden? Welche Ansprüche entstehen bei
Beendigung des Dienstverhältnisses? Behandelt wird das Thema auf Basis
eines privatrechtlichen Arbeitsvertrages (kein Dienstvertrag).
Dienstag: 28. Februar 2012, 18.00 Uhr

„Hol dir dein Geld zurück!“
Jährlich schenken ArbeitnehmerInnen der Finanzministerin Millionen von
Euro, weil sie keine ArbeitnehmerInnenveranlagung machen – hier gibt es
Informationen, wie man sich Geld zurückholt! Die Veranstaltung wird am
26. März 2012 auf Türkisch und Bosnisch/Kroatisch/Serbisch übersetzt.
Montag: 26. März 2012, 18.00 Uhr (mit Übersetzung)
Dienstag: 27. März 2012, 18.00 Uhr

„Lehre, Schule, Berufsreifeprüfung & Co.
– Nachholen von Bildungsabschlüssen“
„Lebensbegleitendes Lernen“ ist eine wichtige Voraussetzung für bessere
Chancen in der Arbeitswelt und für die persönliche Weiterentwicklung.
Hier erhalten Sie einen Überblick über Bildungswege, ebenso Informationen
& Unterstützung für Ihre Bildungsentscheidung!
Dienstag: 24. April 2012, 18.00 Uhr

„Aktuelles vom Pensionsrecht“
Hier werden die wichtigsten Änderungen im Bereich der Pensionsversicherung
(PVA) vorgestellt. Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit – Rehabilitation
(Besonderheiten ab dem 50. Lebensjahr, „Härtefallregelungen“). Übersetzt
wird am 19. Juni 2012 auf Türkisch und Bosnisch/Kroatisch/Serbisch.
Dienstag: 19. Juni 2012, 18.00 Uhr (mit Übersetzung)
Dienstag: 26. Juni 2012, 18.00 Uhr
Die Informationsabende finden jeden letzten Dienstag im Monat statt. Beginn ist jeweils 18.00 Uhr, Ende ca. 20
Uhr, ÖGB-Zentrale, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien U2 Station „Donaumarina“.
Um Anmeldung unter servicecenter@oegb.at oder (01) 534 44-39100 wird ersucht.
Fotos: Bildagentur Waldhäusl

11. Bildungsinformationstage 2012 in Favoriten

Donnerstag, 26. Jänner 2012 – 9:00 bis 18:00 Uhr
Freitag, 27. Jänner 2012 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Bereits zum 11. Mal finden die Bildungsinfotage in Favoriten statt. Bei dieser vom ÖGB und der Bezirksvorstehung Favoriten gemeinsam im FH Campus Wien, Favoritenstraße 226, 1100 Wien organisierten Veranstaltung können sich am Donnerstag, 26. Jänner 2012 und Freitag, 27. Jänner 2012 Jugendliche kostenlos über verschiedene Lehrangebote sowie über Ausbildungsmöglichkeiten informieren.

Den Jugendlichen stehen an diesem Tag wieder über 25 Firmen, Institutionen, Fachgewerkschaften und weiterführende Schulen für Fragen rund um den weiteren Bildungsweg zur Verfügung. Ziel ist es, Jugendliche und Ausbildungsanbieter regional im Bezirk zu vernetzen. Besonders wird von den Jugendlichen auch geschätzt, bei verschiedenen Tätigkeiten selbst Hand anlegen zu können und im direkten Gespräch mit Lehrlingen oder SchülerInnen Informationen über ihren Wunschberuf zu sammeln.

Auch für Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner ist diese Veranstaltung bereits zu einem Fixpunkt bei Bezirksaktivitäten geworden. „Für Favoriten ist es wichtig, Jugendlichen eine Ausbildungschance und die dafür nötigen Informationen zu geben. Dazu trägt diese Veranstaltung in großem Ausmaß bei.“ zeigte sich die Bezirksvorsteherin über die Veranstaltung schon im Vorfeld erfreut.

Aber nicht nur Jugendlichen bringt diese Aktion Vorteile, denn auch die Aussteller zeigen sich durchaus zufrieden. Damit bestätigt sich auch, dass bei dieser Veranstaltung die oft schwierige erste Hürde der Kontaktaufnahme in lockerer Atmosphäre gemeistert wird.

„Wir setzen uns auch dieses Jahr für die Jugend in Favoriten ein und diese Veranstaltung ist ein Beitrag dazu.“ zeigt sich Ing. Alexander Prischl, Leiter des Referats für Arbeitsmarkt und Bildungspolitik im ÖGB, optimistisch.

11. Bildungsinfotage in Favoriten
Donnerstag, 26. Jänner 2012 – 9:00 bis 18:00 Uhr
Freitag, 27. Jänner 2012 – 9:00 bis 18:00 Uhr

FH Campus Wien – Festsaal
Favoritenstraße 226
1100 Wien

Kontakt:
ÖGB – Referat für Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik
01 534 44 39176

Aktuelle Umfrage zum 8.Dezember

Wie war dein Einkaufsverhalten am 8.12.2011 – mach mit bei unseren aktuellen Umfrage?

Fairtrade Adventkalender

Passend zum 1.Dezember Link zum Adventkalender von Fair trade -
Informationen zum Thema und ein Gewinnspiel – schönen Advent

http://www.fairtrade.at/

PRO-GE Wien rockt

Konzert  mit Ulli Bär, Harald Fendrich, Gary Lux und Harry Stampfer
im Catamaran am 7.12.2011
Näheres im beigefügten Dokument

Wir 4 – 07122011 – A3 web

Blog von Koll. Sepp Wall-Strasser im Standard

Heute empfehle ich euch einen Blog im Standard, der von einem kompettenten Kollegen aus der ÖGB Landesorganisation OÖ verfasst wird – nämlich Sepp Wall-Strasser.
Wer über „unsere“ Seite der Krise informiert sein will – sollte dort regelmässig hineinschauen. Sepp versucht nach eigenen Worten,das sich vor unseren Augen abspielende Unfassbare in Worte zu kleiden – lest selbst.
http://derstandard.at/r1271377420121/WallStreet-Blog

Der Link ist ab sofort auch auf unserem Blog permanent verlinkt
( unter weitere Blogs).

Und ein weiterer Artikel von ihm aus der Arbeit und Wirtschaft zu dem Thema.Rettungsschirme_oder_Krieg_gegen_das_Volk14_11_2011