Monatsarchiv: März 2012

Petition gegen Arbeit, die krank macht

Unternehmen, wie u.a. der schwedische Modekonzern H&M, nehmen in Kauf, dass hunderte Beschäftigte bei ihrer täglichen Arbeit in Ohnmacht fallen. Zu lange Arbeitszeiten, zu wenig Essen und eine schlechte Belüftung schaden der Gesundheit der ArbeiterInnen in Entwicklungsländern. Südwind und ÖGB machen mit einer Unterschriftenaktion gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen mobil. Die Petition unterschreiben unter:
www.fairearbeit.at

Buchtipp “Und wir bewegen uns noch”

    
Zur jüngeren Geschichte sozialer Bewegungen in Österreich
Robert Foltin –  288 Seiten, Mandelbaum, 2011, ISBN 978-3-85476-602-5, EUR 15,00 
Informationen und Bestellmöglichkeit unter:  http://www.oegbverlag.at/buchderwoche 
Motiviert durch die Intensität der universitären Protestbewegungen im Herbst 2009, aber auch von internationalen Aufständen und Revolten, zeichnet der Band von Robert Foltin die jüngere Geschichte sozialer Bewegungen in Österreich nach. Das kapitalistische Weltsystem veränderte sich in den letzten Jahren durch eine Verschiebung der ökonomischen und politischen Gewichte in Richtung globaler Süden. Die Krise nationalstaatlichen Repräsentationsformen setzte sich auch hier fort und – oft wenig spektakulär – bereiteten neue Aktivitäten und Initiativen die künftigen Bewegungen vor.
 Eine neue Hausbesetzer_innenbewegung, queer-feministische Aufbrüche, Widerstände im Sozial- und Bildungsbereich und andere waren nur Vorläufer für die Revolten im Herbst 2009. Diese müssen auch als Teil einer neuen internationalen revolutionären Entwicklung gesehen werden, die ihren Ausdruck in den weltweiten Bildungsprotesten findet, aber auch in Aufständen wie etwa 2008 in Griechenland oder 2011 (nicht nur) im arabischen Raum. Die Kommunikation und Zusammenarbeit läuft – wie 1968 – weniger über formale Organisierung, sondern durch Resonanz und inhaltlichen Austausch. Paradigmatisch dafür war die studentische Bewegung in Österreich, die durch internationale Kämpfe beeinflusst wurde und umgekehrt auf Universitäten in ganz Europa und darüber hinaus ausstrahlte.
 Aus dem Blickwinkel der emanzipatorischen Bewegungen entwirft der Autor ein Bild gesellschaftlicher Veränderungen – nicht nur in Österreich.

Griechenland war erst der Anfang…?

Griechenlands Krise im europäischen Kontext.
Ein Gespräch mit einem griechischen Gewerkschafter
21. März 2012, 18.00 Uhr
ÖGB-Catamaran, Wilhelmine-Moik-Saal Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien

Griechenland 2012: Fast ein Drittel der Menschen lebt an oder unter der Armutsgrenze, Prognosen sprechen von einer Rezession bis zu 30 Prozent und immer mehr Kinder sind unterernährt. Die griechische Bevölkerung bezahlt einen hohen Preis für die Krise, die durch unverantwortliche Spekulation und Korruption verursacht wurde. Und als „Heilmittel” verordnen die EU und der Internationale Währungsfonds weitere drastische Sparprogramme, die das Land noch tiefer in die Rezession stürzen werden und demokratische Spielregeln aushebeln. Doch welche Alternativen gibt es? Was passiert, wenn weitere Länder in die Zahlungsunfähigkeit schlittern? Und wie sieht die Zukunft des Euro aus? Diese Fragen wollen wir mit GewerkschafterInnen und ExpertInnen aus Europa diskutieren und unsere Solidarität mit den Menschen in Griechenland demonstrieren.

Programm:
18.00 Uhr Begrüßung, Monika Kemperle, Leitende Sekretärin des ÖGB
18.10 Uhr Die wirtschaftliche und soziale Krise in Griechenland und die Handlungsspielräume der Gewerkschaften Vassilis Xenakis, Internationaler Sekretär der griechischen Beamtengewerkschaft ADEDY
18.50 Uhr Podiumsdiskussion Ronald Janssen, politischer Sekretär im Europäischen Gewerkschaftsbund Helene Schuberth, Senior Advisor der Österreichischen Nationalbank Vassilis Xenakis, Internationaler Sekretär der griechischen Beamtengewerkschaft ADEDY Walter Sauer, Leiter des Internationalen Referates des ÖGB Moderation: Corinna Milborn, stv. Chefredakteurin „News” anschließend politische Lieder aus Griechenland mit Olga Kessaris und griechisches Buffet
Um Anmeldung bis 19. März 2012 wird gebeten! E-Mail: event@oegb.at

Kampagne – EU-weite Einführung einer Finanztransaktionssteuer

Wir brauchen wieder deine Unterstützung! JETZT!
Am 13. März werden die EU-FinanzministerInnen über die Zukunft der EU-FTT entscheiden. Einige Mitgliedstaaten wie Großbritannien und Schweden sind vehement gegen die Einführung dieser Steuer auf Spekulationen.
Jetzt kommt es darauf an, den Druck weiter aufrecht zu erhalten! Schick deine Nachricht direkt an die MinisterInnen!
2012 kann das Jahr der Trendwende in der europäischen Finanz- und Wirtschaftspolitik sein. Die EU-weite Einführung einer Finanztransaktionssteuer könnte einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten und die Gefahren durch hochspekulativen Finanzhandel eindämmen.
Was bisher geschah
Im April 2011 hat sich das Europäische Parlament unter Druck der breiten Öffentlichkeit mehrheitlich für die Umsetzung ausgesprochen. BürgerInnen aus allen Teilen des Kontinents haben danach die Kommission dazu aufgerufen, sich dieser Entscheidung anzuschließen. Noch vor der Sitzung des Europäischen Rats im Juni 2011 kündigte Kommissionspräsident Barroso einen Legislativvorschlag der Kommission an, der im September präsentiert wurde.
Was nun geschehen muss
Der Ball liegt nun beim Rat der EU, in dem alle Mitgliedstaaten vertreten sind. Die Regel ist einfach: In Steuerfragen muss ein Vorschlag der Kommission von allen angenommen werden. Stimmt auch nur ein Land dagegen (Veto), ist das Vorhaben auf EU-Ebene gescheitert. Am 13. März 2012 werden die Finanzminister der EU-Staaten im ECOFIN-Rat ihre vorläufige Tendenz bekannt geben. Einige Mitgliedstaaten haben bereits angekündigt, das Vorhaben zu blockieren. George Osborne, britischer Schatzkanzler, bezeichnete die Idee einer europaweiten Finanztransaktionssteuer gar als „Hirngespinst“. Auf www.financialtransactiontax.eu erfährst du, wer sonst noch den Interessen des Finanzkapitals folgt.

Nütze also wieder die Gelegenheit, mithilfe des aktualisierten Kampagnentools in direkten Kontakt mit unseren RepräsentantInnen zu treten und sie auf den rechten Weg zu bringen. Wir halten dich über den Fortgang auf dem Laufenden und starten in Kürze mit weiteren Aktionen im Bereich der Rating Agenturen. Danke für deine Unterstützung!

www.financialtransactiontax.eu

Infoveranstaltung Wiener Stadtgespräch

Infoveranstaltung Wiener Stadtgespräch
„Wer ruiniert die Demokratie?” –
gegen die Ausplünderung der Gesellschaft
 Ingo Schulze
im Gespräch mit Peter Huemer

„Es ist alles so offensichtlich: die Abschaffung der Demokratie,
die zunehmende soziale und ökonomische Polarisation in Arm und Reich,
der Ruin des Sozialstaates, die Privatisierung und damit die Ökonomisierung aller Lebensbereiche,
die Blindheit für den Rechtsextremismus, das Geschwafel der Medien,
die pausenlos reden, um über die eigentlichen Probleme nicht sprechen zu müssen, die offene und verdeckte Zensur…”

Ingo Schulze (*1962 in Dresden ), Schriftsteller, wurde Mitte der 1990er Jahre mit seinen Erzählungen „33 Augenblicke des Glücks” bekannt.
Die Bücher „Simple Storys” und  „Neue Leben”,  wurden als die großen Romane über das wiedervereinigte Deutschland gefeiert.
Ingo Schulze, der in Berlin lebt, ist einer der interessantesten Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur.

Ort:
AK Wien Bildungszentrum, Großer Saal
Theresianumgasse 16-18
1040 Wien

Termin:
14. März 2012, 19.00 Uhr

Um Anmeldung bis 09. März 2012 wird gebeten.

Nähere Infos und Anmeldung:
E-Mail:
stadtgespraech@akwien.at
Anmeldelink:
http://www.wienerstadtgespraech.at

Petition Frauenpensionsalter im Parlament – BITTE UM UNTERSTÜTZUNG!

Hier eine Aktion der PROGE-Frauen mit der Bitte um Unterstützung !

Liebe Kollegin!
Lieber Kollege!

Zahlreiche UnterstützerInnen haben sich an der Online-Aktion der PRO-GE-Frauen gegen die vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters beteiligt und maßgeblich dazu beigetragen, dass die in den Medien angekündigte Absicht der Politik im aktuellen Stabilitätspakt keine Erwähnung findet. Am 9. Februar 2012 haben die PRO-GE-Frauen 8.228 Unterschriften an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer übergeben.

Nun haben wir mit Unterstützung der Nationalratsabgeordneten Heidrun Silhavy unsere Forderung im Rahmen der BürgerInnenbeteiligung als parlamentarische Petition eingebracht; damit hat sich auch offiziellen Charakter erhalten.
Damit wollen wir ein Signal gegenüber dem Gesetzgeber vermitteln, dass noch sehr viel Handlungs-bedarf im Gleichstellungsprozess besteht und ein vorzeitiges Anheben keine geeignete Maßnahme ist!
Wir ersuchen dich nun, uns hier nochmals tatkräftig zu unterstützen, um auch auf parlamentarischem Wege unsere Forderung mit einer hohen Zahl von UnterstützerInnen zum Ausdruck zu bringen. Gerade die hohe Anzahl von Unterstützungen unserer Mail-Aktion hat uns gezeigt, dass wir mit unserem Anliegen nicht alleine sind sondern sehr viel Solidarität aus allen Berufsgruppen und Gewerkschaften erfahren haben.
Nachstehend der Link zur Petition “Keine vorzeitige Angleichung des Frauenpensionsalters” auf der Website des Parlaments (die Zustimmung ist im Rahmen des e-goverments nur auf elektronischem Wege möglich):

Zur Petition auf der Parlaments-Website

Und so funktionierts:
1.        ”Zustimmen” anklicken
2.        Daten und den Sicherheitscode (wird am Ende der Seite angezeigt) eingeben
3.        Feld “Zustimmen” anklicken
4.        Danach wird ein Bestätigungsmail von “Zustimmung Bürgerinitiativen” an die angegebene e-mail-Adresse gesandt
5.        Im Mail den Link “Zustimmungserklärung bestätigen” anklicken
6.        Danach erscheint deine Unterstützung auf der Parlamentswebsite

Solltest du dich bereits auf der Parlamentswebsite als UnterstützerIn registriert haben, so bedanken wir uns recht herzlich! Wir ersuchen dich, auch KollegInnen, FreundInnen, Bekannte und Verwandte davon zu informieren! Schon jetzt recht herzlichen Dank für dein Engagement!
Frauensolidarische Grüße von den PRO-GE-Frauen!
Renate Anderl Klaudia Frieben
Bundesfrauenvorsitzende Bundesfrauensekretärin
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Gewerkschaft PRO-GE
Bundesfrauenabteilung
1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1
T: +43 1 53444-69040
F: +43 1 53444-103288
E: frauenpenison@proge.at
H:
http://www.proge-frauen.at
ÖGB, ZVR-Nr.: 576439352
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P.S.: “Scher dich drum” – die Kampagne der PRO-GE-Frauen 2012.